Kinder- und Jugendhilfe Landschulheim

”Hier lebt Geborgenheit mit Menschlichkeit“

Kinder- und Jugendhilfe mit Perspektive
Das Landschulheim können Sie heute als anthroposophische Kinder-und Jugendhilfe, die auf der Grundlage der Waldorf- und Heilpädagogik arbeitet, erfahren. Das Konzept stellt sich bewusst den Erfordernissen eines gemeinsamen Lebens und Arbeitens mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die einen besonderen Hilfebedarf haben. Der stationäre Bereich verteilt sich auf dem weitläufigen Areal, umgeben von viel Grün. Es gibt 122 Plätze im stationären Bereich in zurzeit 17 Wohngruppen, deren Schwerpunkte sehr unterschiedlich sind. Die Kinder- und Jugendhilfe Schloss Hamborn Landschulheim ist eine Einrichtung mit Betriebserlaubnis nach § 41SGB Vlll (KJSG) und in Einzelfällen auch Leistungen zur sozialen Teilhabe und Teilhabe an Bildung nach SGB lX.

„Die besondere erzieherische Hinwendung sowie die eng aufeinander abgestimmte Zusammenarbeit der Kinder- und Jugendhilfe Schloss Hamborn mit verschiedenen Wohnformen, der KompetenzFörderung, der Rudolf-Steiner-Schule und den wirtschaftenden Betrieben macht hier den Unterschied zu anderen Einrichtungen. Alle Einrichtungen wirken in einem dorfähnlichen Umfeld pädagogisch ganzheitlich mit differenzierten Angeboten zusammen. Auf der Grundlage der Waldorfpädagogik entsteht hierdurch ein Lebensort für die individuelle Entwicklung“, erläutert Sabine Jacobsen, Heimleiterin und Dipl. Sozialpädagogin.

Die Kinder und Jugendlichen werden in der Regel in Schloss Hamborn an der Rudolf-Steiner-Schule mit Abiturklasse, der Förderschule für Lernen und emotionale und soziale Entwicklung oder dem Berufskolleg für Sozial- und Gesundheitswesen beschult. Gefördert werden auch Jugendliche und junge Volljährige, die außerhalb der Schulpflicht eine Maßnahme im Rahmen der Jugendhilfe zur berufspraktischen Orientierung oder eine begleitete Ausbildung innerhalb des Bereichs KompetenzFörderung absolvieren.

Kinder- und Jugendhilfe – mehr als ein Job.
Unter den Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe Schloss Hamborn befinden sich Erzieher:innen, Heilpädagog:innen, Diplompädagog:innen und Sonderpädagog:innen. Die Mitarbeiter:innen arbeiten im Team, bündeln ihre Fähigkeiten und bilden ein pädagogisches Kollegium. In diesem geschützten Umfeld können Kinder und Jugendliche Vertrauen entwickeln, Halt sowie Unterstützung erfahren und werden bestmöglich in der persönlichen Entwicklung begleitet. Auf der Basis dieser interdisziplinären, pädagogischen Zusammenarbeit finden die Grundlagen der Waldorfpädagogik sowie der Heilpädagogik Anwendung. Für die Weiterbildung der Mitarbeiter:innen stehen diesen Fortbildungen, Konferenzen, Selbststudium, Lesekreise, kollegiale Beratung und Supervision zur Verfügung.

Pädagogisches Konzept der Einrichtung

„Das pädagogische Konzept der Wohnformen basiert auf der Grundlage der Waldorfpädagogik und möchte die jungen Menschen dazu befähigen, ihr individuelles Potential zur Entfaltung zu bringen. In 9 Lebensgemeinschaften leben junge Menschen zusammen mit den Gruppenleiter:innen. Zusätzliche Mitarbeiter:innen im pädagogischen und hauswirtschaftlichen Bereich unterstützen die Arbeit. In 7 Wohngruppen arbeitet das Team im Schichtdienstmodell“, erklärt Lothar Dietrich, Heimleiter und Dipl.-Pädagoge.

Wohnen und Leben in gelernter Eigenverantwortung

In jeder Wohnform wird in der Regel selbstständig gekocht, am Wochenende beteiligen sich die jungen Menschen an dieser Gemeinschaftsaufgabe. Auf eine ausgewogene gesunde Kost, die vorwiegend aus dem eigenen biologisch­dynamischen Anbau kommt, wird besonderer Wert gelegt. Die jungen Menschen bewohnen ein Einzelzimmer und lernen, Eigenverantwortung für sich und ihr Lebensumfeld zu übernehmen. Ziel ist, dass die jungen Menschen eine selbstständige Lebensführung erlernen und entsprechende Alltagsorientierung erfahren. Schloss Hamborn ist ein Ort, an dem junge Menschen Förderung, Teilhabe und Eigenwirksamkeit erfahren.

Im pädagogischen Konzept steht das „Ich“ jedes Einzelnen an oberster Stelle. Es wird sehr darauf geachtet das „Ich“ zu stärken, da das Kind oder die:der Jugendliche nur damit ihres:eine Gedanken und Gefühle und ihre:seine Willenskraft selbstbestimmter steuern kann und sich damit in der Welt mit all ihren Herausforderungen sicher bewegen kann. Um es zu stärken wird das Alltagsgeschehen durchdacht und gestaltet. Zudem wird das Gesellschaftsleben geübt. Dies geschieht auf der Grundlage der Waldorfpädagogik mit dem Ziel die drei Seelenkräfte, das „Denken“, das „Fühlen“ und das „Wollen“ zu stärken.

Leben und Arbeiten in Wohnformen
In den Wohnformen wird eine rhythmische Tagesgestaltung gepflegt, die eingebettet ist in den Wochen- und Jahreslauf. Gemeinsame Mahlzeiten, Hilfe bei den Hausaufgaben, sinnvolle Freizeitgestaltung und Umgang mit Medien, Zusammenarbeit mit Schule und KompetenzFörderung, Feiern von Festen, gemeinsam überlegte Wochenendgestaltung und gruppenübergreifende Aktivitäten sind dabei wichtige Pfeiler. Auch im einrichtungseigenen Jugendhaus lernen Jugendliche Verantwortung zu übernehmen und organisieren jugendspezifische Veranstaltungen, wie z.B. Konzerte, Sportturniere etc.

Die Elternarbeit
Die Elternarbeit wird über Heimelterntreffen (2 x im Jahr), pädagogische Wochenenden und individuelle Gesprächstermine geleistet.

Ergänzende Therapien und Maßnahmen
Ergänzt wird das pädagogische Konzept durch niederschwellige Therapien der Einrichtung. Hierzu gehören der therapeutische Reitstall, die Rhythmische Einreibung, musiktherapeutische Arbeit, therapeutische Sprachgestaltung und Therapien außerhalb. Ausgehend von dem Entwicklungsstand des jungen Menschen werden einerseits individuelle Maßnahmen geplant, die es den Kindern und Jugendlichen ermöglichen, in einer Klasse (wieder) beschult zu werden, einen ihr:ihm gemäßen Schulabschluss zu erlangen und andererseits ihre:seine Persönlichkeit in vollem Umfang entfalten zu können.

Organisation der Ferienzeiten
Für die Schulferien in NRW der Schüler:innen in der Kinder- und Jugendhilfe werden mit diesen, ihren Eltern oder Sorgeberechtigten und den Jugendämtern individuelle Zeiten in der Familie vereinbart. Die Einrichtung bietet durchgängig Ferienangebote und Ferienfreizeiten an. Die jeweilige Gruppenleitung koordiniert die Ferienmaßnahme in Zusammenarbeit mit den Eltern, jungen Menschen und ggf. mit dem öffentlichen Kostenträger der Jugendhilfe.

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Freiplatzmeldung

Freiplatzmeldung

Die Kinder- und Jugendhilfe Schloss Hamborn bietet Plätze in familienanalogen Lebensgemeinschaften und in Wohngruppen.

“Durch die enge Zusammenarbeit der pädagogischen Bereiche entsteht um das Kind, Jugendliche und junge Volljährige ein ganzheitlich erlebbarer Zusammenhang”

Wir freuen uns über Ihr Interesse und erteilen gerne nähere Auskünfte:
Karin Kleine
Telefon 05251 389-104
k.kleine@schlosshamborn.de

Anmeldebogen Landschulheim:
https://www.schlosshamborn.de/formularcenter

Leben mit intensiver erzieherischer Betreuung (LIEB Betreuung)

Individuell und intensiv
Kinder und Jugendliche, die aufgrund einer seelischen Behinderung und/oder eines psychiatrischen Krankheitsbildes erhöhten individuellen Unterstützungsbedarf haben und nur in kleinsten sozialen Gruppierungen oder Einzelsituationen zurechtkommen können, werden durch Fachkräfte intensiv begleitet. Diese Betreuungen sind mit hoher Flexibilität angelegt und an der individuellen Situation der Kinder und Jugendlichen ausgerichtet.

Clearingphase mit Perspektive
Diese Form der Betreuung beginnt mit einer Clearingphase, in der die Fachkräfte den individuellen Hilfebedarf ermitteln. Im Anschluss haben die Pädagog:innen die Möglichkeit, geeignete therapeutische und heilpädagogische Hilfen zum Einsatz zu bringen. Es wird ein Lebensort geschaffen, wo Spiel, künstlerisches Tätigsein, Teilhabe am Lebensalltag und individuelle Therapien ermöglicht werden. Unter Einbeziehung der entsprechenden Klassenlehrer:innen und ggf. KompetenzFörderung werden Hilfen zusammengestellt, die ressourcenorientiert einen Entwicklungs- und Stabilisierungsprozess ermöglichen und eine Perspektive entwickeln. Bei Bedarf können Einzelunterricht oder eine Beschulung in Kleinstgruppen in Anspruch genommen werden. In den Betrieben der KompetenzFörderung und dem therapeutischen Reitstall besteht die Möglichkeit, in enger Anbindung pädagogisch angeleitet praktisch tätig zu werden. Die dadurch erzielten Veränderungen können sich dann im Alltag bewähren. Es erfolgt eine Identifikation mit den erreichten Schritten und eigene Veränderungen werden für die jungen Menschen erlebbar.

Zeit für Entwicklung
Die LIEB Betreuung ist auf eine Zeit angelegt, die stark vom Entwicklungsstand der Kinder und Jugendlichen abhängt und kontinuierlich im Hilfeplan fortgeschrieben wird. Die LIEB Betreuung wird in zwei Wohngruppen durchgeführt. Für diese Betreuung stehen 10 Plätze zur Verfügung. Die Einzelzimmer der Kinder und Jugendlichen stehen in räumlichem Zusammenhang, sodass eine gegenseitige Wahrnehmung aufgebaut und unterstützt werden kann. Die Kinder und Jugendlichen sind in die hauswirtschaftlichen Abläufe in der Gruppe mit eingebunden. Neben den niederschwelligen therapeutischen Angeboten der Einrichtung und dem allgemeinen Netzwerk zu Fachärzt:innen der näheren Umgebung besteht eine regelmäßige Zusammenarbeit mit der zuständigen Kinder- und Jugendpsychiatrie. Ziele der Maßnahme sind zum einen das Erlernen von Grund- und Sozialkompetenzen, die Steigerung des Selbstwertgefühls, eine Stärkung der Frustrationstoleranz, ggf. Verbesserung der Eltern-Kind-Beziehung sowie die angestrebte Gruppenfähigkeit mit Wechsel in eine Lebensgemeinschaft oder Wohngruppe, Rückführung in die Herkunftsfamilie oder das Ermitteln einer anderweitig geeigneten Betreuungsform.

Einzelbetreuung
Nach der Clearingphase werden für das einzelne Kind oder den Jugendlichen Hilfen zusammengestellt, die ressourcenorientiert einen Stabilisierungs- und Entwicklungsprozess in Gang bringen. Durch die Einzelbetreuung im Team werden Veränderungen erreicht, die in den Alltagsprozess der Kleingruppe münden.

Kleingruppe
Die Kleingruppe ist ein Übfeld, die entstehen kann, aber nicht entstehen muss. Es können Entwicklungsschritte erlebt und neue Potenziale aufgebaut werden.

Elternarbeit
Elternarbeit wird seitens der Einrichtung über Heimelterntreffen, pädagogische Wochenenden und Einzelkontakte mit den Pädagog:innen der Gruppe geleistet, um neue Zugänge Eltern-Kind - wenn möglich - zu erreichen.

Konflikt und Prävention – aus der Praxis
Im Zusammenwirken von Erzieher:innen, Kindern und Jugendlichen entstehen natürlich auch Konfliktsituation, die mit viel Erfahrung und Empathie gemeistert werden wollen.

„Eine mögliche Handlungsunfähigkeit im Konflikt versuchen wir zu vermeiden, indem wir Situationen präventiv „lesen“, um einer möglichen Eskalation frühzeitig entgegenzuwirken. Daher basiert eine sichere Handlungsfähigkeit für uns viel mehr auf Prävention, Deeskalation und Einsicht als auf Druck. Unser kollegialer Austausch und die notwendige Selbstreflektion sind dabei sehr hilfreich.“, beschreiben erfahrene Erzieher:innen und Pädagog:innen aus Schloss Hamborn ihre anspruchsvolle Tätigkeit.

Kontakt

Information & Beratung

Gerne stehen wir Ihnen zu einem unverbindlichen Beratungsgespräch zur Verfügung. Wenn Sie Interesse an den Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe und des Landschulheims haben und/oder nähere Informationen wünschen, kontaktieren Sie uns bitte. Wir freuen uns auf Sie!

Kinder- und Jugendhilfe Landschulheim Schloss Hamborn
Schloss Hamborn 5
33178 Borchen

Anmeldebogen:
https://www.schlosshamborn.de/formularcenter

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Karin Kleine

Kinder- und Jugendhilfe Schloss Hamborn Landschulheim
Leitung Verwaltung | Anmeldung Landschulheim und KompetenzFörderung

Schloss Hamborn Rudolf Steiner Werkgemeinschaft e. V.
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33178 Borchen

verwaltung@schlosshamborn.de
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Knöfel-Dietrich

Barbara Knöfel-Dietrich

Kinder- und Jugendhilfe Schloss Hamborn Landschulheim
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Nadine Dorn

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Personalleitung

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Sabine Jacobsen

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Einrichtungsleitung

Schloss Hamborn Rudolf Steiner Werkgemeinschaft e. V.
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Lothar Dietrich

Lothar Dietrich

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Einrichtungsleitung

Schloss Hamborn Rudolf Steiner Werkgemeinschaft e. V.
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Ricarda Rieke

Kinder- und Jugendhilfe Schloss Hamborn Landschulheim
Ansprechpartnerin Freiwilligendienst FSJ/BFD

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