Als Pionier der Bio Landwirtschaft stehen wir für eine nachhaltige und umweltverträgliche Form der Landwirtschaft.
Diese folgt dabei den Idealen des Tierwohls durch eine artgerechte und wesensgemäße Haltung der Tiere und dem Aspekt einer guten Beziehung zwischen Mensch-, Tier und Umwelt.
Landwirtschaft ist daher mehr als die Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte:
Hier werden die natürlichen Lebensgrundlagen gepflegt, Tiere werden als Mitgeschöpfe behandelt und Landwirtschaft bietet einen Rahmen für Begegnung: von Mensch zu Mensch, von Mensch zu Tier und von Mensch zur Natur. Bei uns gibt es keine isolierte Agrarfabrik, sondern Tiere zum Anfassen, Landwirte zum Ansprechen, Natur zum Erfahren. Dieser Ansatz bietet Transparenz und Vertrauen.
Und unsere Landwirtschaft ist vielfältig - kein eindimensionaler hochspezialisierter Betrieb, sondern ein gesunder, breit aufgestellter Betrieb. Mit Ackerbau, Milchviehhaltung, Schweine- und Hühnerhaltung. Deswegen ist Tradition für uns Zukunft seit 1931 und Zukunft für kommende Generationen.
Verbraucher-Versprechen
Wir halten unser Versprechen:
- Kleine Stalleinheiten mit Auslauf
- Sehr artgerechter Haltung
- Guter Tiergesundheit
- Regionaler Vermarktung
Da unsere Ställe alle offen sind, kann sich zudem jeder Kunde und jede Kundin von der Tierhaltung selbst ein Bild machen.
Bei uns gibt es keine isolierte Agrarfabrik, sondern Tiere zum Anfassen, Landwirte zum Ansprechen, Natur zum Erfahren.
Dieser Ansatz bietet Transparenz und Vertrauen.
Tiergesundheit, Klima- bzw. Umweltverträglichkeit als Preisindikatoren
Das unterstützen wir, da wir die Tiergesundheit und die artgerechte und wesensgemäße Haltung
für einen ebenso wichtigen Kernbestandteil der Bio-Landwirtschaft erachten wie die Erhaltung der dauerhaften Bodenfruchtbarkeit ohne Pestizide und Kunstdünger. Dies kann nur im Rahmen überschaubarer Hofgrößen realisiert werden.
Wir betreiben keine proaktive hormonelle Abkalbeplanung.
Zur Pflege der Tiergesundheit setzen wir auf natürliche Behandlungsmethoden.
Die Tiergesundheit ist bei uns auf einem hohen Niveau.
Kühe mit zu hoher Zellzahl werden behandelt und die Milch wird nicht in die Verarbeitung gegeben. Wir streuen immer frisches Stroh in die Ställe ein, im Sommer wird konsequente Weidehaltung Tag und Nacht betrieben. Gülle fällt nur in geringem Ausmaß an und wir schonen dadurch das Grundwasser.
Artgereichte Haltung Bedeutet bei uns am Beispiel unserer Hühnerhaltung:
- 5 Hühnermobile mit Stalleinheiten von 4 x 225 und 1 x 1200.
- Regelmäßig Umsetzung der Hühnermobile, so dass ein frischer Auslauf zur Verfügung steht.
- Ganzjährig bietet ein „Wintergarten“ zusätzlichen Schutzraum im Freien.
- Alle Tiere sind gepflegt und haben den den Demeter-Richtlinien voll entsprechenden Auslauf.
- Die Haltung im Hühnermobil ermöglicht die artgerechte Bildung von Gruppen von ca. 50 Hennen mit je einem Hahn.
- Sandbäder für die Körperpflege, Eiablage in Dinkelspelz ohne Abrollnester gehören für uns in der Hühnerhaltung dazu.
Klasse statt Masse
Wir orientieren uns an den Möglichkeiten, die unser Hof hergibt.
Dies ist durch die Natur begrenzt und wir bewegen uns mit dem Tierbesatz pro Hektar am unteren Rand dessen, was Demeter zulässt.
Dieser Ansatz "Bio durch Masse billig machen" ist uns fremd.
Wir arbeiten mit dem, was uns die naturräumlichen Gegebenheiten, Boden und klimatische Verhältnisse, ermöglichen. Eine Skalierung im industriellen Ausmaß ist uns nicht möglich und diese wollen wir auch nicht.
Unsere Preise sind für Bio-Lebensmitteleinzelhändler und „konventionelle“ Lebensmitteleinzelhändler gleich.
Wir bedienen nicht den Unterbietungswettbewerb sondern setzen auf Qualität zum angemessenen Preis.
Bio Kontrolle
Neben der Bio-Kontrolle, die zwei Tage pro Jahr den gesamten Betrieb durchleuchtet,
wird insbesondere die Einhaltung des Tierwohls zusätzlich und unangemeldet von den zuständigen Kreisveterinärbehörden kontrolliert. Auch die Biozertifizierungsstelle führt zusätzliche unangemeldete Kontrollen durch.
Da unsere Ställe alle offen sind, kann sich zudem jeder Kunde und jede Kundin von der Tierhaltung selbst ein Bild machen.
Wir pflegen eine offene und ehrliche Kommunikation.
Umdeklaration von konventioneller Ware ist bei uns nicht möglich, da wir zu 100% und aus volle Überzeugung Bio-Produkte einsetzen. Auch unser Großhändler Weiling, über den wir Handelsware beziehen, arbeitet so, dass die Lieferanten persönlich bekannt sind und eine transparente und ehrliche Beziehung gepflegt wird. Auch Weiling hat eine 100% Bio-Philosophie.
...und was sagt Demeter dazu?
Bio-Kontrollen
Dass sich in Kontrollberichten Anmerkungen zu Regelverstößen finden lassen, belegt, dass das Kontrollsystem funktioniert. Bio ist der am strengsten kontrollierte Teil der Land- und Lebensmittelwirtschaft. Im Schnitt werden Bio-Betriebe 1,3-mal im Jahr kontrolliert. Engmaschige Kontrollen führen dazu, dass Abweichungen gefunden (und sanktioniert) werden. Der ganz überwiegende Teil der 50.000 Bio-Betriebe aus Landwirtschaft, Verarbeitung und Handel arbeitet richtlinienkonform. Ca. 50% der Betriebe gehören einem Bio-Verband an, deren Richtlinien noch weit über den EU-Biostandard hinaus gehen. Dass Biobetriebe weitergehende Leistungen für die Gesellschaft und die Umwelt bringen, insbesondere für Biodiversität und Schutz des Grundwassers, ist wissenschaftlich belegt.
Welternährung
Weitere oft angeführte Kritik: Bio könnte nicht die Welt ernähren, weil die Erträge geringer ausfallen als in der konventionellen Landwirtschaft. Die Umstellung auf nachhaltige Landwirtschaft kann sicher auch nur dann gelingen, wenn wir unseren Ernährungsstil umstellen – mehr Gemüse, Erbsen, Getreide, Nüsse – weniger Fleisch. Sicher ist zudem: Ernährung lässt sich nachhaltig nur sichern, wenn die Bodenfruchtbarkeit erhalten wird – dies ist die Kernkompetenz von Bio (und biodynamisch!). Gerade in Ländern des Südens mit sensiblen Böden und einem hohen Anteil kleinbäuerlicher Betriebe zeigt sich oft, dass gerade der Ökolandbau zu höheren Erträgen führen kann. Das Ertragspotential des Ökolandbaus ist bei weitem nicht ausgeschöpft – dafür braucht es aber auch mehr gezielte Forschung.
Gentechnik
Von einigen Wissenschaftler:innen, Saatgutunternehmen, etc. werden neue Verfahren der Gentechnik wie CRISPR/CAS und Genome-Editing als Lösungen vielfältiger Probleme der Landwirtschaft angesehen. Der Ökolandbau wird angegriffen, er sei “ideologisch”, wenn er gentechnische Anwendungen in Pflanzen und Tieren ausschließt. Der Ökolandbau setzt sich zudem politisch für eine weiterhin strikte Regulierung der Freisetzung von gentechnisch veränderten Organismen ein, die das Vorsorgeprinzip und Wahlfreiheit als Grundprinzipien hat.
Wissenschaftliche Grundlagen
Eine einfache Antwort, wenn Sie damit konfrontiert werden, Demeter-Landwirtschaft mangele es an Wissenschaftlichkeit: Kein landwirtschaftlicher Betrieb könnte wirtschaftlich überleben, wenn er wissenschaftliche Erkenntnisse oder Evidenz aus der Praxis ignorieren würde.
- Forschung und Wissenschaft sind wichtige Voraussetzung der Biodynamischen Wirtschaftsweise. Dabei setzen Demeter-Bäuerinnen und -Bauern neben Erfahrungswissen selbstverständlich auf wissenschaftliche Erkenntnisse – zu denen sie auch in Forschungsprojekten beitragen.
- Zahlreiche wissenschaftliche Erkenntnisse, die im Rahmen der Ökolandbauforschung oder der „konventionellen“ Agrarwissenschaft gewonnen wurden, haben selbstverständlich auch für Demeter-Betriebe Gültigkeit.
Biodynamischer Betriebsorganismus
Biodynamische Landwirt:innen verstehen sich als Gestalter:innen von Agrar-Ökosystemen – ihr Leitbild ist die Landwirtschaft als Organismus – daher versuchen sie alle Prozesse, die auf das Agrar-Ökosystem einen Einfluss haben, bei ihren Methoden zu berücksichtigen. Im Betriebsorganismus fördern sich Boden, Pflanze und Tier gegenseitig. Tierhaltung und ausgefeilte Fruchtfolgen erhalten die Bodenfruchtbarkeit, ebenso wie Kompost aus Mist und pflanzlichen Abfällen.
Biodynamische Präparate
Diese werden eingesetzt, um zum Beispiel mikrobielle Prozesse im Boden, im Kompost und das Pflanzenwachstum anzuregen und zu lenken. Dies ist teils erforscht, teils ist es, wie bei jedem Handwerk und Unternehmen, Erfahrungswissen, an dessen Verstetigung und wo für die Praxis nötig, wissenschaftlicher Vertiefung wir mit den Forschungsaktivitäten des Demeter-Verbandes arbeiten. In mehreren Studien wurden positive Präparateeffekte auf Bodenparameter sowie auf Ertrag und/oder Inhaltsstoffe von Pflanzen beobachtet. Auch wenn wir zum vermuteten Wirkungspfad nur erste Anhaltspunkte haben, rechtfertigen die Ergebnisse ebenso wie die wissenschaftliche Neugier, dass wir uns weiter forschend mit den Präparaten als Betriebsmittel beschäftigen.