Angebote

Die Kinder- und Jugendhilfe Schloss Hamborn hält verschiedenste Wohnformen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene ab 6 Jahren vor. Neben vollstationären Angeboten in verschiedenen Wohnformen bietet die Kinder- und Jugendhilfe sowohl eine Intensivwohngruppe, als auch eine teilstationäre Tagesgruppe an. Weiterhin ist auch die Begleitung mit Fachleistungsstunden möglich.

Außerdem betreibt die Kinder- und Jugendhilfe eine Außenstelle in Hollenstedt im Kreis Harburg.

Auf dem weitläufigen, grünen Areal gibt es 122 Plätze im stationären und teilstationären Bereich, verteilt auf zur Zeit 13 Wohngruppen und zwei Tagesgruppen, mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Die Einrichtung verfügt über eine Betriebserlaubnis nach § 45 SGB VIII (KJSG) und bietet in Einzelfällen auch Leistungen zur sozialen Teilhabe und Teilhabe an Bildung nach SGB IX.

Wohnformen

Lebensgemeinschaften

In der Lebensgemeinschaft leben die Gruppenleiter mit den jungen Menschen zusammen und halten so ein kontinuierliches Beziehungsangebot vor. Die Lebensgemeinschaften sind individuell ausgeprägt und die Gruppenleiter mit ihrem Team arbeiten mit hoher Eigenständigkeit.
Die Lebensgemeinschaften sind alters- und geschlechtsgemischt mit einzelnen Schwerpunkten und einer Belegung von 6 bis 9 jungen Menschen.

Wohngruppen

Die Teams in den Wohngruppen arbeiten im Schichtdienstmodell sowie individuell und mit hoher Eigenständigkeit. Die Wohngruppen sind alters- und geschlechtsgemischt mit 6 bis 9 Plätzen.

Leben mit intensiver erzieherischer Betreuung (LIEB Betreuung)

Individuell und intensiv
Kinder und Jugendliche, die aufgrund einer seelischen Behinderung und/oder eines psychiatrischen Krankheitsbildes erhöhten individuellen Unterstützungsbedarf haben und nur in kleinsten sozialen Gruppierungen oder Einzelsituationen zurechtkommen können, werden durch Fachkräfte intensiv begleitet. Diese Betreuungen sind mit hoher Flexibilität angelegt und an der individuellen Situation der Kinder und Jugendlichen ausgerichtet.

Clearingphase mit Perspektive
Diese Form der Betreuung beginnt mit einer Clearingphase, in der die Fachkräfte den individuellen Hilfebedarf ermitteln. Im Anschluss haben die Pädagog:innen die Möglichkeit, geeignete therapeutische und heilpädagogische Hilfen zum Einsatz zu bringen. Es wird ein Lebensort geschaffen, wo Spiel, künstlerisches Tätigsein, Teilhabe am Lebensalltag und individuelle Therapien ermöglicht werden. Unter Einbeziehung der entsprechenden Klassenlehrer:innen und ggf. KompetenzFörderung werden Hilfen zusammengestellt, die ressourcenorientiert einen Entwicklungs- und Stabilisierungsprozess ermöglichen und eine Perspektive entwickeln. Bei Bedarf können Einzelunterricht oder eine Beschulung in Kleinstgruppen in Anspruch genommen werden. In den Betrieben der KompetenzFörderung und dem therapeutischen Reitstall besteht die Möglichkeit, in enger Anbindung pädagogisch angeleitet praktisch tätig zu werden. Die dadurch erzielten Veränderungen können sich dann im Alltag bewähren. Es erfolgt eine Identifikation mit den erreichten Schritten und eigene Veränderungen werden für die jungen Menschen erlebbar.

Zeit für Entwicklung
Die LIEB Betreuung ist auf eine Zeit angelegt, die stark vom Entwicklungsstand der Kinder und Jugendlichen abhängt und kontinuierlich im Hilfeplan fortgeschrieben wird. Die LIEB Betreuung wird in 2 Wohngruppen mit je 5 Plätzen angeboten. Die Einzelzimmer der Kinder und Jugendlichen stehen in räumlichem Zusammenhang, sodass eine gegenseitige Wahrnehmung aufgebaut und unterstützt werden kann. Die Kinder und Jugendlichen sind in die hauswirtschaftlichen Abläufe in der Gruppe mit eingebunden. Neben den niederschwelligen therapeutischen Angeboten der Einrichtung und dem allgemeinen Netzwerk zu Fachärzt:innen der näheren Umgebung besteht eine regelmäßige Zusammenarbeit mit der zuständigen Kinder- und Jugendpsychiatrie. Ziele der Maßnahme sind zum einen das Erlernen von Grund- und Sozialkompetenzen, die Steigerung des Selbstwertgefühls, eine Stärkung der Frustrationstoleranz, ggf. Verbesserung der Eltern-Kind-Beziehung sowie die angestrebte Gruppenfähigkeit mit Wechsel in eine Lebensgemeinschaft oder Wohngruppe, Rückführung in die Herkunftsfamilie oder das Ermitteln einer anderweitig geeigneten Betreuungsform.

Einzelbetreuung
Nach der Clearingphase werden für das einzelne Kind oder den Jugendlichen Hilfen zusammengestellt, die ressourcenorientiert einen Stabilisierungs- und Entwicklungsprozess in Gang bringen. Durch die Einzelbetreuung im Team werden Veränderungen erreicht, die in den Alltagsprozess der Kleingruppe münden.

Kleingruppe
Die Kleingruppe ist ein Übfeld, die entstehen kann, aber nicht entstehen muss. Es können Entwicklungsschritte erlebt und neue Potenziale aufgebaut werden.

Elternarbeit
Elternarbeit wird seitens der Einrichtung über Heimelterntreffen, pädagogische Wochenenden und Einzelkontakte mit den Pädagog:innen der Gruppe geleistet, um neue Zugänge Eltern-Kind - wenn möglich - zu erreichen.

Konflikt und Prävention – aus der Praxis
Im Zusammenwirken von Erzieher:innen, Kindern und Jugendlichen entstehen natürlich auch Konfliktsituation, die mit viel Erfahrung und Empathie gemeistert werden wollen.

„Eine mögliche Handlungsunfähigkeit im Konflikt versuchen wir zu vermeiden, indem wir Situationen präventiv „lesen“, um einer möglichen Eskalation frühzeitig entgegenzuwirken. Daher basiert eine sichere Handlungsfähigkeit für uns viel mehr auf Prävention, Deeskalation und Einsicht als auf Druck. Unser kollegialer Austausch und die notwendige Selbstreflektion sind dabei sehr hilfreich.“, beschreiben erfahrene Erzieher:innen und Pädagog:innen aus Schloss Hamborn ihre anspruchsvolle Tätigkeit.

Tagesgruppe

Die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen haben sich derart verändert, dass es Kindern und Jugendlichen vermehrt schwer fällt ihre Umwelt richtig wahrzunehmen und sich in soziale Zusammenhänge wie Familie, Kindergarten und Schule einzugliedern. Durch herausfordernde, Verhaltensweisen stellen sie Eltern und Lehrer vor besondere Aufgaben.

Hilfe bei der Erziehung
Die Tagesgruppen Schloss Hamborn verstehen sich als regionales teilstationäres Angebot der Hilfe zur Erziehung nach § 32 KJHG. Dieses Angebot soll die Entwicklung des Kindes oder des Jugendlichen durch soziales Lernen in der Gruppe, Begleitung der schulischen Förderung und Elternarbeit unterstützen und dadurch den Verbleib des Kindes bzw. Jugendlichen in seiner Familie sichern. Der Besuch der Rudolf-Steiner-Schule Schloss Hamborn kann angestrebt werden, ist aber nicht Voraussetzung für die Nutzung unseres Angebotes der Tagesgruppen.

Zielgruppe
Die Tagesgruppen Schloss Hamborn bieten in zwei Gruppen 16 Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 16 Jahren pädagogische Betreuung an. Aufgenommen werden Kinder und Jugendliche, die Hilfe zur Erziehung nach §§ 32 und 35 a KJHG benötigen. Dies sind vor allem Kinder und Jugendliche mit belastenden Lebenserfahrungen, Auffälligkeiten im Sozialverhalten und Verzögerungen in der emotionalen wie sozialen Entwicklung. Ebenso finden Kinder und Jugendliche mit seelischen Behinderungen und solche, die davon bedroht sind, Aufnahme. Die Tagesgruppen sind ein familienergänzendes Angebot mehr und bieten einen pädagogischen Entwicklungsraum. Die Tagesgruppen Schloss Hamborn sind alters- und geschlechtsgemischt und die Aufnahme erfolgt in der Regel auf Elternwunsch nach Absprache und Vereinbarung mit dem zuständigen Jugendamt.

Betreuungszeiten
Die Tagesgruppe ist an 220 Werktagen im Jahr geöffnet. Die Betriebsferien der Tagesgruppe liegen innerhalb der nordrhein-westfälischen Schulferien. Während der Schulzeit ist die Tagesgruppe an den Werktagen in der Zeit von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Während der Öffnungszeiten in den Schulferien sind nach Absprache geänderte Öffnungszeiten möglich.

Fachleistungsstunden

Junge Menschen, die in einer eigenen Wohnung oder Wohngemeinschaft außerhalb von Schloss Hamborn leben, können im Sinne einer Nachbetreuung von Kollegen der Einrichtung mit Fachleistungsstunden betreut werden. Entweder sind es Mitarbeiter aus der bisherigen Wohngruppe, die mit einer Teilzeitstelle arbeiten und dann für die Fachleistungsstunden ihre Stelle aufstocken oder Mitarbeiter, die speziell für diese Aufgabe eingestellt werden. Voraussetzung ist eine bereits erworbene Selbstständigkeit, die diese ambulante Betreuungsform anzeigt. Der Umfang und die Hilfedauer werden im Hilfeplanverfahren festgelegt.

Außenstelle "Miteinander Leben" in Hollenstedt

Die Außenstelle „Miteinander Leben“ in Hollenstedt, Kreis Harburg, wird familienähnlich geführt und bietet 3 stationäre Plätze sowie auch Ferienplätze für junge Menschen aus der Stammeinrichtung an.

Das soziale Miteinander in dieser Lebensgemeinschaft ist geprägt durch Beziehungsfähigkeit. Die umfassende Präsenz der Bezugspersonen in „Miteinander Leben" bedeutet Verlässlichkeit in der Beziehung zu den jungen Menschen. Diese professionelle und intensive Beziehung fördert die Bindungsfähigkeit, wirkt stabilisierend und Ängsten sowie Verunsicherungen entgegen.

Grundvoraussetzung der hier skizzierten Erziehung ist die Bildung eines tragfähigen, belastbaren Rahmens, in dem die Pädagogen unter Berücksichtigung des individuellen erzieherischen Bedarfs ihr Handeln gründen.

Im Vordergrund der Pädagogik steht hier vor allen Dingen der Umgang mit Tieren und die daraus folgenden handwerklichen und sozialen Tätigkeiten die durch den Rhythmus der Natur bestimmt werden. Diese und insbesondere künstlerische Tätigkeiten sind es, die den jungen Menschen im Alltagsgeschehen durch die Pädagogen und die Umgebung näher gebracht werden. Diese Tätigkeiten haben Erlebnisqualitäten im Freizeitbereich und auch Erfahrungsqualitäten mit Ernstcharakter und hoher erzieherischer Wirksamkeit.

Ein nach solchen Grundsätzen gestalteter Lebensort wirkt in seiner Gesamtheit therapeutisch auf die Kinder und Jugendlichen. So erleben sie sich in „Miteinander Leben" als Mitglied einer Gemeinschaft, für deren Gestaltung sie mitverantwortlich sind. Die Einbindung der jungen Menschen in eine derartig vertrauensbildende Lebenswelt mobilisiert Aktivitätspotentiale und Fähigkeiten, die sie in die gemeinsame Lebenswelt einzubringen lernen.

Die jungen Menschen besuchen die Schulen in der Umgebung, vorrangig die Elias-Schule e.V. in Tostedt (Förderschule auf der Grundlage der Waldorfpädagogik).

Reitstall

In unmittelbarer Nähe des Schulhofes begrüßen Sie unsere 8 Pferde. Diese werden von den pädagogischen Mitarbeiterinnen des Reitstalls gemeinsam mit den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen versorgt. Am Nachmittag liegt neben der täglichen Hofpflege der Fokus auf den pferdegestützten Fördermaßnahmen für die Bewohner der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung.

Der nach dem DKThR (Deutsches Kuratorium für therapeutisches Reiten) zertifizierte pädagogische Reitstall ist Teil der stationären Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Schloss Hamborns und gehört zum internen niederschwelligen Therapieangebot.

Der Reitstall zählt zu einem der Betriebe, die die berufspraktische Förderung der Menschen in Schloss Hamborn begleiten. Es werden Jugendliche und junge Erwachsene miteinbezogen, die an einer Schulersatzmaßnahme, einer Berufsausbildung zum Pferdepfleger oder an berufsvorbereitenden Semesterpraktika teilnehmen.
 

Der Arbeitsalltag gibt ihnen eine Tagestruktur, während die Pferde Sinnhaftigkeit, Freude und Motivation vermitteln, bestimmte Arbeiten auszuführen. So wird es möglich, Selbstwirksamkeit und Verantwortungsbewusstsein zu erleben.

Der Reitstall besteht aus einem unter Denkmalschutz stehenden Stallgebäude, einem Offenstall, einem Putzplatz und zwei großen Sandpaddocks. Der eigene Reitplatz, eine Reithalle sowie Weidefläche stehen in fußläufiger Entfernung zur Verfügung.

Unsere acht Pferde unterscheiden sich sowohl vom Äußeren als auch charakterlich, was wertvoll für die tägliche Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen ist.

Wichtig sind für uns dabei die gegenseitige Achtung und der respektvolle Umgang mit unseren Mitmenschen und den Tieren.

Am Nachmittag finden die pferdegestützten Angebote als Gruppen- oder Einzelförderung statt. Die reitsportliche Ausbildung steht hier nicht im Vordergrund. Vielmehr ist es ein individuell gestaltetes Angebot, das die Beziehungsgestaltung mit dem Pferd nutzt, um Lernziele im kognitiven, sozialen, emotionalen und motorischen Bereich zu realisieren. Für fortgeschrittene Reiter und Reiterinnen können aber ebenfalls entsprechende Angebote stattfinden.
 

Für den Aufbau von tragfähigen Beziehungen wird die Dialogfähigkeit und die Handlungskompetenz erübt. Als Fachkräfte verstehen wir uns in den pferdegestützten Maßnahmen als Vorbild und Vermittler im Beziehungsdreieck Pferd, Klient und Pädagoge.

Kontakt

Information & Beratung

Gerne stehen wir Ihnen zu einem unverbindlichen Beratungsgespräch zur Verfügung. Wenn Sie Interesse an den Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe und des Landschulheims haben und/oder nähere Informationen wünschen, kontaktieren Sie uns bitte. Wir freuen uns auf Sie!

Anmeldebogen:
https://www.schlosshamborn.de/sites/default/files/2026-09/Anmeldebogen.pdf

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K. Kleine

Karin Kleine

Kinder- und Jugendhilfe Schloss Hamborn Landschulheim
Leitung Verwaltung | Anmeldung Landschulheim und KompetenzFörderung

Schloss Hamborn Rudolf Steiner Werkgemeinschaft e. V.
Schloss Hamborn 5
33178 Borchen
Tel.
05251 389-104
Fax
05251 389-268
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Hartmut Oster

Hartmut Oster

Kinder- und Jugendhilfe Schloss Hamborn Landschulheim
Vorstand | Einrichtungsleitung
Schloss Hamborn Rudolf Steiner Werkgemeinschaft e. V.
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Tel.
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Markus Ilsen

Verwaltung
Sekretariat / Information

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