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23.04.2022
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Zuflucht auf Schloss Hamborn

Zuflucht auf Schloss Hamborn

Neue Westfälische, 23.04.2022

Pressemitteilung  |  
11.04.2022

Bestes Bio aus Schloss Hamborn

Die Siedlung Schloss Hamborn geht auf einen Gutshof zurück, der im 19. Jahrhundert an dieser Stelle entstand. Seit 1931 wird hier Ökologischer Landbau nach Demeter-Richtlinien betrieben – und das nicht nur auf dem Feld.

Schloss Hamborn in Borchen im Paderborner Land ist heute im Besitz des gemeinnützigen Vereins Schloss Hamborn Rudolf-Steiner-Werkgemeinschaft e. V. Nach den
Grundsätzen des Demeter-Verbands werden hier im Hofgut eine BioManufaktur mit eigener Käserei, Bäckerei und Fleischerei sowie der Hofladen NATURA betrieben. Der Inklusionsbetrieb betreibt biologisch-dynamischen Ackerbau und Milchviehhaltung. Die Schweinehaltung mit gut 50 Schweinen und 2.000 Legehennen in Mobilställen ergänzen das Spektrum.

Einzigartiges Konzept
Insgesamt 263 Hektar zählen zur Landwirtschaft. In der Werkgemeinschaft arbeiten und wohnen fast 600 Menschen. Neben der ökologischen Landwirtschaft, der handwerklichen Produktion von Demeter-Lebensmitteln und einer eigenen regionalen Vermarktung hat das Hofgut Schloss Hamborn als Inklusionsunternehmen auch einen sozialen Ansatz. Ungefähr die Hälfte der Mitarbeitenden sind Menschen mit Behinderung. Ziel ist es, den Menschen in einer humanen Arbeitswelt, in der Hand in Hand gearbeitet wird, eine Perspektive zu bieten und zu ihrer beruflichen und sozialen Inklusion beizutragen.

BioManufakturen
Aus den landwirtschaftlichen Erzeugnissen werden in drei Betrieben der BioManufaktur handwerklich genussvolle, ursprüngliche und hochwertige Lebensmittel hergestellt. So entstehen in der Bäckerei verschiedene Vollkornbrote, Brötchen, Kuchen und Feingebäck, die Käserei stellt aus der eigenen Kuhmilch Butter, Schlagsahne, Joghurt, Quark, Frischkäse sowie vielfältige Weich-, Schnitt- und Hartkäse her. Die Metzgerei verarbeitet das Fleisch der Tiere zu Fleischwaren oder zu Wurst nach traditionellen Warmfleischverfahren – alles und mehr zu haben im Hofladen Natura, auf den Märkten in Meschede und Paderborn sowie in ausgesuchten Bio-Läden und Supermärkten der Region Ostwestfalen-Lippe. Auch Online-Bestellungen sind möglich.

Hofladen Natura: Mo.-Fr., 7.45 Uhr bis 18:30 Uhr, Sa. 7.45 Uhr bis 18:00 Uhr
Online-Lieferservice: www.biomanufaktur.schlosshamborn.de
Verkauf vom Markwagen: Wochenmärkte Paderborn und Meschede

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31.03.2022
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General Rose

Großer Dank an einen Befreier

Westfälisches Volksblatt, 31.03.2022

Pressemitteilung  |  
31.03.2022

Ukraine-Flüchtlinge finden Schutz und Hilfe in Schloss Hamborn. Ehemaliges Altenwerk Schloss Hamborn wurde in kürzester Zeit zur Unterkunft für 98 Ukraine-Flüchtlinge hergerichtet.

Der Dachverband Anthroposophische Medizin in Deutschland (DAMiD) im Interview mit Gerd Bögeholz, Vorstandsmitglied der Rudolf Steiner Werkgemeinschaft Schloss Hamborn e. V.

DAMiD: Wie kam es zu Ihrem Angebot an die Gemeinde Borchen das leerstehende, ehemalige Altenwerk als Unterkunft für die Ukraine-Flüchtlinge nutzbar zu machen?
Bögeholz: Vor gut 4 Wochen haben wir im Vorstand der Rudolf Steiner Werkgemeinschaft Schloss Hamborn nach kurzer Beratung beschlossen, der Gemeinde Borchen anzubieten, Flüchtlinge aus der Ukraine in den beiden leerstehenden Etagen des ehemaligen Altenwerks unterzubringen. Bis zum 05. März konnten wir die ersten 7 Flüchlinge aufnehmen und bis zu diesem Wochenende werden es 98 Geflüchtete sein. Es sind überwiegend Frauen, Kinder und ältere Menschen. Das war nur möglich, weil diese Idee durch eine überwältigende Spendenbereitschaft und den unermüdlichen Einsatz vieler Freiwilliger unterstützt worden ist. Damit ist dann allerdings auch unsere räumliche Aufnahmekapazität erschöpft. Der Bürgermeister der Gemeinde Borchen Uwe Gockel zeigte sich begeistert, denn ohne die großartige Spendenbereitschaft der Bürger hätte die Gemeinde die Räume nicht in dieser Schnelligkeit wohnlich ausstatten können. Während an der einen Ecke im Gebäude noch grundgereinigt wurde, wurden an der anderen bereits Zimmer eingerichtet.

DAMiD: Wie wurde den der Stein ins Rollen gebracht? Bögeholz: Mischka Kaiser, einer unserer Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhilfe Schloss Hamborn startete einen Aufruf bei Facebook und erreichte damit viele Bürger und Firmen, die innerhalb kürzester Zeit alles spendeten, um die Zimmer auszustatten. Von Betten, Matratzen und Schränken über Bettwäsche und Spielzeug. Alles war in kürzester Zeit vorhanden.

DAMiD: Was glauben Sie hat die Spender motiviert? Bögeholz: Heike Oster, berichtete als eine der Helferinnen, dass viele Spender:innen sich dafür bedanken, dass wir das machen, und halten immer noch den Kontakt. Es gibt immer noch viele Anfragen, was gebraucht wird und was gespendet werden könnte. Die Bürger:innen sind froh, dass sie etwas tun können. Mich hat diese überwältigende Spendenbereitschaft und Solidarität, die uns entgegengebracht worden ist, sehr beeindruckt. Auch mein Vorstandskollege Lothar Dietrich hat das tolle Engagement der zahlreichen Ehrenamtlichen immer wieder betont und entsprechenden Dank ausgesprochen. Daneben berichtete mir Hartmut Oster als Beauftragter für die Belange Schloss Hamborns im Gemeinderat von Borchen von seinem Eindruck, dass die riesige Spendenbereitschaft der Menschen daher rührt, dass man der Fassungslosigkeit über das Kriegsgeschehen etwas Positives entgegensetzen möchte „Wir müssen doch was tun“ war ein oft gehörter Satz, den man von vielen Helfer:innen vor Ort hören konnte.

DAMiD: Wie haben Sie denn die vielen Sachspenden koordiniert? Bögeholz: Damit die Spenden da ankommen, wo sie gebraucht werden, haben wir die Spendenaufrufe irgendwann stärker konkretisiert und als wir genug hatten, gestoppt.

DAMiD: Was konnte denn die Gemeinde Borchen beisteuern und wie ist dort die Unterbringung der Flüchtlinge organisiert? Bögeholz: Die Gemeinde stellte sechs Kühlschränke und zehn Doppelstockbetten zur Verfügung. Derzeit sind laut Bürgermeister Gockel 300 Flüchtlinge in der Gemeinde Borchen angekommen. Die meisten von ihnen sind privat untergebracht. Eine weitere Gemeindehalle ist für weitere 60 Plätze in Vorbereitung. Die Baptistengemeinde hat viele Geflüchtete aufgenommen. Weitere Plätze stellen die evangelische Kirchengemeinde im Stephanus-Haus Borchen, Haus der offenen Tür (HoT) und die katholische Kirchengemeinde, die das Pfarrhaus Kirchborchen zur Verfügung stellt. Auch ein Appartement im Pfarrheim Etteln steht bereit. Darüber hinaus gäbe es 25 Angebote von Privatpersonen, die Wohnraum zur Verfügung stellen.

DAMiD: Gibt es jemanden der als „Anlaufstelle“ für die Geflüchteten in Schloss Hamborn ansprechbar ist? Bögeholz: Sabine Brewster kümmert sich um die alltäglichen Belange der Geflüchteten in Schloss Hamborn. Die Mitarbeiterin organisiert die Verteilung auf die Zimmer und hilft bei allen Fragen, egal ob zu Reparaturen, Babynahrung oder wo es Katzenstreu gibt.

DAMiD: Gibt es auch Haustiere, die mitgebracht wurden? Bögeholz: Ja, wir ermöglichen auch, dass eine ganze Reihe Hunde und Katzen mit einziehen konnten.

DAMiD: Wie erleben Sie die Stimmung unter den Geflüchteten? Bögeholz: Insgesamt ist die Atmosphäre positiv. Alle sind froh, dass sie jetzt angekommen sind. Es ist eine große Dankbarkeit unter unseren Gästen zu spüren. Sie bieten immer wieder ihre Hilfe an und wollen mit anpacken. Gleichwohl gibt es auch Vertriebene, die zeitnah zu anderen Destinationen in anderen europäischen Ländern weiterziehen.

DAMiD: Wie kommunizieren Sie miteinander? Bögeholz: Am ehesten in Englisch. Drei Kolleginnen und zwei Ukrainerinnen von außen helfen darüber hinaus beim Übersetzen.

DAMiD: Was ist den Menschen derzeit am wichtigsten? Bögeholz: Informationen aus der Heimat. Wir haben deshalb am ersten Tag sechs Access-Points eingerichtet. Das W-LAN steht allen zur Verfügung.

DAMiD: Wie viele Kinder sind derzeit in Schloss Hamborn untergebracht? Bögeholz: Bislang sind sind es 30 schulpflichtige Kinder und 10 Kita-Kinder und Babys und zwei schwangere Frauen. Bei der Gemeinde sind mittlerweile im knapp dreistelligen Bereich schulpflichtige Kinder registriert. Vom Bürgermeister der Gemeinde habe ich erfahren, dass seitens der Gemeinde u.a. mit den Schulleitungen abgestimmt wird, wie die Kinder integriert werden können. Die Fachkräfte werden eine praxisorientierte Lösung finden – sicher viel schneller als die Politik. Vorgaben der Landesregierung NRW lassen derzeit noch auf sich warten.

DAMiD: Was wäre in der jetzigen Situation besonders hilfreich? Bögeholz: Die Gemeinde Borchen braucht momentan vor allem Dolmetscher. Wer ukrainisch oder russisch spricht und sich engagieren möchte, kann sich beim Leiter der Stabsstelle des Bürgermeisters melden. Wer Wohnraum für die Geflüchteten zur Verfügung stellen kann, schickt eine E-Mail an ukraine-hilfe@borchen.de oder wendet sich ebenfalls an die hiesige Stabsstelle. In Kooperation mit der Notfallpädagogik ohne Grenzen - Ansprechpartner ist Bernd Ruf – wird flankierend ein Angebot für Helfer:innnen und Vertriebene aufgebaut. Zusätzlich wird die Hilfe pensionierter Lehrer:innen, die die Sprache vermitteln können, dringend gesucht. Auch Erzieher:innen sollen sich bitte melden.

DAMiD: Haben sich die Bedarfe dem zur Folge zwischenzeitlich verlagert? Bögeholz: Ja, ganz klar. Der Bedarf an Sachspenden ist vorerst gedeckt. Wenn uns jemand unterstützen will, sind jetzt Geldspenden sinnvoll. Die können wir bedarfsorientiert einsetzen, je nachdem was gerade benötigt wird. Tatsächlich geht es jetzt vorrangig um die Integration der Menschen in Schulen, Kindergärten und in Arbeit.

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18.03.2022
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Ukraine Hilfe

Spender stellen alles Nötige bereit

Westfälisches Volksblatt, 18.03.2022

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Wanderkarte

Wandern rund um Schloss Hamborn

Topographische Wanderkarte im Maßstab 1 : 25.000 (4318 Borchen vom Land Nordrhein-Westfalen).

Nachfolgend Download der Wanderkarte als PDF.

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Waldorf Festival
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Havelberg

Jan P. Havelberg

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